Teil eines Werkes 
5. Theil (1839) Das Volk ohne Magen / Romane von Leopold Schefer
Entstehung
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unſere beiden Saumroſſe, die unſere kleinen Schätze trugen. Ich dachte nicht mehr an Mattaban, in meiner Seele feſt und rein gewillt, ohne Furcht, ohne Haß und Liebe zu aller Welt hier zu Lande. Mein Geiſt war ſchon am Meeresufer in Smyrna, zu Schiffe auf dem Meer, er landete ſchon wie⸗ der jenſeits am Strande und flog in die Heimat. Denn man ſollte glauben, ein Reiſender ſei ſchon durch die äußere Bewegung beſchäftigt, und durch ſeine Umgebungen befangen genug. Aber ein Reiſender iſt der unruhigſte Menſch, und ſchweift noch immer mit den Gedanken nebenaus in die Fernen, beſteigt die Berge zur Seite, die alten Thürme, zieht mit allen Hirten in die Thdler, mit jeder Braut in das Hochzeitshaus, ja mit den Wolken fliegt er und ſchaut in die fernen In⸗ ſeln, und reiſet, und ſehnt noch ſelber im Traume voll Sehnſucht! Denn Reiſen iſt ein unnatürli⸗ cher Zuſtand; ſelten iſt Reiſen die Sache, faſt immer ein Mittel, ein Weg! Darum haben alle Reiſende ein beinahe melancholiſches Anſehen, ein unſicheres Weſen, ſelbſt der gemeine Matroſe im fernen Port.

Nur als wir eines Morgens endlich ganz im Hintergrunde die Gegend von Martaban ſa⸗ hen, nahm mein Freund mit Lächeln ſein Fern⸗