Teil eines Werkes 
4. Band (1835) Der Nabob
Entstehung
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tugendhaft zu ſcheinen, oder verlächt zu werden; Eini⸗ ge, die Furcht vor Geiſt; Einige eine, die Furcht vor Geiſtern! denn ich war der Geiſt! Denkſt Du der Nacht noch heut'? Wie Du vor Furcht ohn⸗ maͤchtig hinſankeſt, ohnmaͤchtig lageſte

Und wunderlich ihn anblickend, richtete Galate ſich auf, und als ſie Liebe wechſelnd mit Hohn in ſei⸗ nem Geſicht uͤber ſie und ſich ſelbſt geleſen, ward ſie blaß und blaͤſſer, ſank wieder zuruͤck, und bebte ſicht⸗ lich.

Ja, wandte er ſich zu Polydor; ſie ahnet, Du ahneſt. Wie den Todten ſeyn mag, weiß kein Lebendiger; aber wie dem iſt, der todt ſcheint, wie ich mußte, ſeit mich die Schmerzen der Verwunderung ge⸗ weckt und gerettet, das weiß ich nun genug, genug, genug. Und als ob ich wirklich geſtorben, und das Gefuͤhl fuͤr Erdenſitte und Erdenſittigkeit abgelegt und unter Engeln oder Teufeln vergeſſen, und ich kein Menſch mehr ſey, riß mich lebenden Menſchen die Liebe fort zu ihrer Vollendung, ihrem Grabe zu Schuld und Trug. Dann zog ich die ſilberne Glocke, dann liefen die Maͤdchen zu Dir, o Geliebte!

Er wollte hinknieen, und Galate's Hand an ſeine Bruſt druͤcken, aber ergriff Liddy's Hand, hielt ſie, und uͤberſchaute das ganze ſchoͤne Gebild. Wun⸗ der der Natur, und doch ſo klar, ſo deutlich! Wir Freunde liebten uns nun liebte der Sohn des Ei⸗