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ſchuldvoll. Denn Salvator, durch lange Reue und
tiefe Schmerzen uͤber ein verlorenes, ja verdorbenes Le⸗
ben, empfand jetzt uͤberraſcht von Liddy's Goͤttergebild
und von Galate's noch unverbluͤhter Schoͤnheit, er⸗ zuͤrnt durch ihr Gluͤck ohne ihn, einen aͤngſtlichen Neid,
— eine bittere Rache im Herzen, die ſeine kaum geheilte Seele zerriß und auf's Neue verwirrte. Wie ſo viele,
ja die meiſten Liebenden, deren Liebe ſich auf irgend
eine Weiſe geloͤſet, eine Schadenfreude einen erſt leiſen Spott— waͤhrend ſie bei ſich daruͤber erroͤthen— dann oft lauten Tadel nicht unterdruͤcken können, bis
es ihnen unbegreifliche Freude macht: das einſt ſo ge⸗
liebte Herz recht ſchwer zu kraͤnken, und jene Geſtalt
mit Haß und Neid zu verfolgen, die ſie einſt zuvor
gern lebendig unter die Engel, hinauf in den Himmel getragen haͤtten. Und dieſes Alles zum Zeichen: daß
ſie jetzt kluger ſeyen— alſo einſt nicht klug gewe⸗
ſen; zum Beweiſe, daß ſie das Göttliche da geſucht,
wo es nicht zu finden ſey— einzig bei dem Weibe
— und daß ſie das Himmliſche jetzt wo anders gefun⸗
den, das Goͤttliche nur in dem Gotte erkannt, oder
daß ihr Herz es aufgehoͤrt habe zu ſuchen, und daß ih⸗ * nen die ganze Welt in gleicher Nuͤchternheit, nuͤchter⸗ ner Gleichguͤltigkeit vor Augen liege; ſo wie ſie jetzt un⸗ bekuͤmmert auf Blumen treten, wenn ihr Weg ſie da⸗
ruber fuͤhrt. Und denken, fuͤhlen die Männer ſo—
ſo beharrt das Weib in den ſchönen Gefuͤhlen, die ſie
einſt in der Zeit der Liebe gehegt, die ihr das Paradies
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