Teil eines Werkes 
4. Band (1835) Der Nabob
Entstehung
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ſchuldvoll. Denn Salvator, durch lange Reue und

tiefe Schmerzen uͤber ein verlorenes, ja verdorbenes Le⸗

ben, empfand jetzt uͤberraſcht von Liddy's Goͤttergebild

und von Galate's noch unverbluͤhter Schoͤnheit, er⸗ zuͤrnt durch ihr Gluͤck ohne ihn, einen aͤngſtlichen Neid,

eine bittere Rache im Herzen, die ſeine kaum geheilte Seele zerriß und auf's Neue verwirrte. Wie ſo viele,

ja die meiſten Liebenden, deren Liebe ſich auf irgend

eine Weiſe geloͤſet, eine Schadenfreude einen erſt leiſen Spott waͤhrend ſie bei ſich daruͤber erroͤthen dann oft lauten Tadel nicht unterdruͤcken können, bis

es ihnen unbegreifliche Freude macht: das einſt ſo ge⸗

liebte Herz recht ſchwer zu kraͤnken, und jene Geſtalt

mit Haß und Neid zu verfolgen, die ſie einſt zuvor

gern lebendig unter die Engel, hinauf in den Himmel getragen haͤtten. Und dieſes Alles zum Zeichen: daß

ſie jetzt kluger ſeyen alſo einſt nicht klug gewe⸗

ſen; zum Beweiſe, daß ſie das Göttliche da geſucht,

wo es nicht zu finden ſey einzig bei dem Weibe

und daß ſie das Himmliſche jetzt wo anders gefun⸗

den, das Goͤttliche nur in dem Gotte erkannt, oder

daß ihr Herz es aufgehoͤrt habe zu ſuchen, und daß ih⸗ * nen die ganze Welt in gleicher Nuͤchternheit, nuͤchter⸗ ner Gleichguͤltigkeit vor Augen liege; ſo wie ſie jetzt un⸗ bekuͤmmert auf Blumen treten, wenn ihr Weg ſie da⸗

ruber fuͤhrt. Und denken, fuͤhlen die Männer ſo

ſo beharrt das Weib in den ſchönen Gefuͤhlen, die ſie

einſt in der Zeit der Liebe gehegt, die ihr das Paradies

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