Teil eines Werkes 
4. Band (1835) Der Nabob
Entstehung
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ſchien; ſie beharrt darin oft nur zu lange bis ſie einem Andern gehoͤrt; zu treu ſo daß ſie oft an des Gatten Seite noch jenes Engels gedenkt, der ihr alle Blumen entriſſen, ſie aus dem Himmel auf die rohe kalte Erde verſtoßen, und zum Lohne fuͤr dieſes Alles zuletzt ihr noch ſelbſt geflohen, oder einſt ſo⸗ gar als Rachegeiſt vor ſie tritt, und ſie ſchmaͤht, und ihr fuͤr ſeine Erdenfreuden mit dem bitterſten Herzeleid, mit der Strafe des Himmels droht.

Und wollte das jetzt auch Salvator nicht, ſo hatte ihn die geſchaute Scene doch zu gewaltig erregt, und das Unrecht an Eugen, ſchuldig oder ſchuldlos, ge⸗ uͤbt, trat, wie von himmliſchen Maͤchten in ſeinem Gemuͤthe entzuͤndet, auf ſeine Zunge. Dabei empfand er einſeitig, wie elend er eigentlich durch dieß ſchoͤne Weib geworden und er redete ſie dafuͤr an mit dem Namen: Elende! und einmal in die Stimmung verſetzt, fuhr er fort: Ja, du biſt elend! Sonſt nur ſchoͤn, biſt du hohl geblieben, ohne Gehalt denn die Eitelkeit iſt ein Traum, der Traum der Schoͤnen, der Leeren; und draͤngte Dir das immer wohlthaͤtige Leben doch nach und nach einen Inhalt auf, ſo iſt es die Schaam daruͤber, was Du Gutes nicht gedacht, em⸗ pfunden, gethan und o, daß Du leer geblieben! aber.. Du biſt voll von nun wie vergeſſenen Sätti⸗ gungen, von dem Wahn: Gluckliche, Zufriedene ge⸗ macht zu haben von denen ich noch der Edelſte bin und war, denn ich ſtehe ohne gemeine Suͤnde mit Schefers neue Nov. 1v. 23