Teil eines Werkes 
4. Band (1835) Der Nabob
Entstehung
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dor. Er iſt ein Todter ſetzte er ſich faſſend hinzu.

Aber der Todte iſt Dein Sohn! Polydor, ſprach ſtreng und dumpf Salvator.

Und Du biſt wahnſinnig! ſprach Polydor.

Vielleicht! Denn wer weiß das ſelbſt, lächelte Salvator.

Und waͤhrend die Maͤnner eilten, die Gruft der Erde eben mit dem vorher ausgeſtochenen Raſen ſchnell zu bedecken, hatte Salvator dem Freunde den Taufſchein ſeines Eugen's in die Hand gegeben. Aber kaum hatte dieſer geleſen, gefragt, gehoͤrt, als er den Moͤnch wie von Sinnen zu Galate riß, die erſchreckt aufſprang nun erſt recht erſchrack, und auf einmal hell ſah, uͤber die Liebe des Juͤnglings zu ihr zu

Liddy, waͤhrend ſein Vater Polydor verſuchend, Ja⸗

kob zu verwuͤnſchen, die Verwuͤnſchungen nicht aus⸗ ſprach, weil er ſie alle ſelbſt von Jenem verdient! Liddy hatte heimlich gehoͤrt, wer Eugen geweſen, wer er gleichſam im Tode geworden ſeyn ſollte! Aber das ruͤhrte ſie nicht, das aͤnderte nichts; ſelbſt das ſein und ihr Loos ein anderes geweſen ohne das arge Ver⸗ ſchweigen, war ihr kein Reiz und kaum deutlich. Er hatte ſie geliebt! liebte ſie noch; und ſie liebte ihn, wo er immer ſey und doch ſtöhnte ſie aus tiefer Bruſt und ihre Thraͤnen floſſen in das ſeidene Pfuͤhl.

Der Mutter entging das heimliche Weinen nicht, ſie ſtand mit gefalteten Haͤnden vor ihr und zitterte