Teil eines Werkes 
4. Band (1835) Der Nabob
Entstehung
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ihrem Polydor auch nur noch in ihrem Traume die Hand reicht, ſo vertraue ich hinwiederum feſt auf die Macht des Lebendigen, der kein Herz, auch kein Wei⸗ berherz zuletzt widerſteht; und die Natur wird ihm durch ſuße Vertraulichkeit, durch holde unwiderſtehlich geliebte, ſie liebende Kinder die ihre und ſeine Kinder ſind ſtill und gewiß erſt das Mutterherz und endlich bald auch das Weiberherz zuwenden. Daher muß Liddy von Eugen, oder er von ihr entfernt werden ſchloß Polydor.

So beſchlichen ſie Liddy denn in der Abenddam⸗ merung. Sie hoͤrten nahend ſchon die Klänge der Harmonika, dann Liddy ſelbſt, die mit ſeelenvoller Stimme das Lied ſich einſam ſang:

Hier in dieſer ſchoͤnen Zelle

Wohn' ich nun bei meinem Freund,

Meine Augen ſie ſind helle,

Sieh'! ich habe nicht geweint;

Einſt an jeder dunklen Stelle

Hab' ich viel um ihn geweint!

Hier in dieſer ſchönen Zelle

Wohn' ich nun bei meinem Freund.

Morgens, wenn die Lerchen ſchweifen,

Kuͤßt er mich mit Kuͤſſen wach,

Doch eh' ich ihn kann ergreifen

Schlaͤft er ſchon dort im Gemach!

Ihn mit Roſen ſanft zu kraͤnzen,

Nimmt er dann mit Lächeln anz

Nachts, wenn hell die Sterne glaͤnzen,

Schaut er oft auch klar mich an.