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Kraͤnzen brachte. Und weil ſie das holde Kind an Eu⸗ gen erinnerte, zog ſie es nach und nach faſt ganz in ihre Nähe,; ſo daß ſich Eugenie bald hier uͤber⸗ fluͤſſig vorkam, ſo gern Liddy ſie ſah. Denn ſie ſchien auch nicht unwillig uͤber den zwar ſeltenen Be⸗ ſuch des Vaters, aber am liebſten war ihr die Gegen⸗ wart des treuen Lehrers, der nun Prediger war, weil er ſie ſtill ſo fort verehrte, und treu in ihre Gedanken, in ihre Seele einging, ohne Anſpruch, ohne Wunſch fuͤr ſich. Er offnete ihr eine kleine morgenlaͤndiſche Kiſte, darin der Graf Eugen's Kleidung, felber feine unverkaufte freundliche Kinderwaare und ſeine wenigen Handſchriften aufgehoben, die man in dem kleinen Hauſe gefunden, darin er bei armen Leuten verborgen ge⸗ wohnt. Unter dieſen letztern waren mehrere Lieder, entweder fuͤr Liddy in Vorgedanken und Vorgefuhlen ihrer Liebe und ihres Geſchickes in dieſen und ſolchen Tagen, wie ſie nun wirklich erlebt und lebte, voraus von ihm beſtimmt; oder jetzt erſt von dem einzigen ſtillen Freunde, gutmuͤthig ſie taͤuſchend, unterge⸗ ſchoben.
Jetzt kam Galate nach Hauſe. Ueber den Brief erſchrocken, zurnte ſie nun. Sie hatte einen denkenden Arzt mitgebracht, dem ſie auf der Reiſe ſchon Alles vertraut. Polydor beſchenkte ihn im Voraus, um ihn geneigt zu machen: mehr zu verſuchen, als er vielleicht ſelbſt fur erfolgreich halte. Und Galate meinte jett, aus ihrer eigenen Erfahrung ſprechend: wenn Liddy


