Teil eines Werkes 
4. Band (1835) Der Nabob
Entstehung
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denn ſie fuͤhlte ſich geliebt. Denn als Polydor nun zu ihr ſagte: Meine Liddyz da lachte ſie und frug verneinend Dein? und als er bat: Komm! nun iſt es genug! da entgegnete ſie, nur ſanft ihn draͤngend: Geh'! nun faͤngt erſt meine Liebe, an!

Und ſo blieb ſie denn, und kaum Gewalt haͤtte ſie wegzubringen vermocht. Galate war abweſend, alſo kam auf Polydor's Bitte nur der Vater; und auch er vermochte, oder mochte nichts uͤber ſie. Er zuckte nur die Achſeln, ſah dem Verſchmähten, eigen ihn mit dem Blicke treffend, in die Augen, und druckte ihm, wie zur Abbitte und Genugthuung, die Hand. Er ſandte Eugenie zu ſeiner Tochter; er ließ ſie in dem freundlichen Nebengemach verſorgen und einrichten, dann ſchied er ſchweigend von ihr mit der Ahnung, er habe ſein Kind verloren, und die Aerzte werden es ihm nicht wiederfinden.

So lebte nun Liddy in der freundlichſten Umge⸗ bung ſtill. Eugen lag wie lebend, nur ſchlummernd auf ſeinem einfach geſchmuͤckten, lieblich anzuſehenden Ruhebett, und nur der ſanft ſich uͤber ihn neigende, ihn bewachende Engel, juͤnglingsgroß aus durchleuchten⸗ dem Alabaſter, kuͤnſtlich in ein verblendetes Fenſter ge⸗ ſtellt, ſo daß er von der Sonne draußen durchſchim⸗ mert ein weißes mildes Licht verbreitete, war das

einzige Unheimliche hier. Denn ſelbſt der kleine Knabe des Gaͤrtners ſchwieg und ſcheute ſich vor demſelben, wenn er ihr am Morgen weiße und rothe Roſen zu