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„Denn— er iſt geſtorben, daß— ich ſein auf ewig ſey“— fluͤſterte ihr es aus dem Innern zu. Ihr Begleiter hatte ſie hinten am Kleide gefaßt, um ſie leiſe abzuziehen, aber ſie wußte das nicht, und ſchrie laut, ſo daß ſie nun daruber erſt wieder recht erſchrack, und ſich verhuͤllte. So ſtand ſie eine Weile, während ſie nicht hoͤrte, was Jener ihr ſagte, ſie bat; dann riß ſie plötzlich die Umhuͤllung vom Geſicht, denn ſie hatte mit goldenen Buchſtaben Worte an der weißen Mar⸗ mortafel funkeln geſehen, und ſie las nun getroffen, und wie von einer Geiſterſtimme bezaubert:
Hier lieg' ich todt, und dennoch zu beneiden; Streu' weiße Roſen, ſtreu' auch von den rothen— Die Liebe lebt! Sie ſind beſiegt, die drohten; Nun wird dir nicht verargt, an mir dich weiden.
Der Tod allein kann untrennbar vereiden,
Im Leben war dein Blick mir ſchon verboten, Nun biſt du mein— du biſt die Braut des Todten! Und Niemand kann dich ewig von mir ſcheiden.
Den Leib nur haͤlt der Tod in ſeinen Banden— Ich bin nicht hin, ich bin ſchon auferſtanden, Ich wohne unter'm ſchoͤnen Sternenbogen.
Schon hab' ich deinen Geiſt mir nachgezogen,
Kurz weilt dein Schattenbild nur noch auf Erden, Bald eilſt du ſelig ganz, wie ich zu werden.
Da ging die Verwandlung in ihr vor: ſie liebte,


