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Galate war zu tief aufgeregt, um nicht Alles gut zu heißen. Denn ihr fruͤheres Leben zwingt die meiſten Menſchen zu den Ereigniſſen ihres ſpäteren Lebens, ſelber zu ihrem Tode Ja zu ſagen, auch wider den ſpaͤtern beſſern Wunſch und Willen. Und auch jetzt durch die um ihrer Liddy willen vollbrachte That war die Eitelkeit der Mutter zugleich gereizt und be⸗ friedigt; als waͤren die Kinder gluͤcklich, die ſo ſchoͤn ſind, um ſolches wie das Geſchehene in der Welt her⸗ vorzurufen, und von ſich ſagen laſſen zu können— als ſey das fremde Wort das öchet nicht das eigene Gefuͤhl.
Und ſo entſtand nach und nach die ſchoͤne, reich⸗ geſchmuͤckte Wohnung der Todten, ganz nach dem Vor⸗ bilde des Ruheortes der heiligen Roſalia erbaut, die der Graf auf ſeinen Reiſen beſucht, und die wie lebendige ſchoͤne junge Geſtalt mit noch blaſſen Roſenwangen, mit beweglichen Gliedern geſehn und bewundert. So wie dort Roſalia, war auch hier der ſchoͤne Juͤngling ſichtbar, und vor jedem Sonnenflimmer, jedem Staͤub⸗ chen geſchuͤtzt; nur fiel hier die Beleuchtung von oben durch koſtbares Rubinglas herab, wie feurige Gluth der purpurn untergehenden Sonne, und uͤberbreitete den freundlich Schlummernden. Zur Seite war noch ein Gemach der ernſten Betrachtung geweiht, wo himmel⸗ blauer Glanz ſich von oben ergoß.
Liddy wußte nicht wie ihr geſchehen, was ihr der Liebende angethan. Denn die Liebe hatte ſich, wie
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