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Fluth der gewaltigen Liebe— deren Qnell— wie der
Nilgott— verſchleiert iſt. Von Natur ſind wir Alle vereint und Eins; wir Alle ſind Menſchen, und haben eine Erde, eine Sonne, einen Segen des Himmels und der Jahreszeiten. Von ſo betrachtet ſind wir uns Alle nah, und ſo nahe! Welches aber nun in dieſer großen Vereinigung, in dieſem großen Hauſe der Mut⸗ ter Natur, ſind die naͤheren Bande, die gerade dieſe und jene Menſchen in den Gefilden in kleinere Woh⸗ nungen, die wir Haͤuſer nennen, zuſammenverknuͤpfen⸗ um mit dieſen alle Luſt und allen Schmerz der Erde genießend und tragend zu theilen, und die eigene Nei⸗ gung ausſchließend, nur in Bezug auf dieſe das ganze Daſeyn auf der Erde zu betrachten, ja nur zu wuͤn⸗ ſchen? Es ſind die Bande des Herzens! der aͤchten Gleichheit! und dieſe ſind die naͤchſten, die nothweydig⸗ ſten, die nothigendſten und die ſchaͤtzbarſten, ja unſchaͤtz⸗ baren! Und an wen nun hat ſich dieſer Juͤngling ge⸗ kettet, als an uns! Wem gehoͤrt der verlaſſene Todte, außer ſeiner Großmutter der Erde, noch ſonſt, als uns? Wie einen duͤrftigen Anverwandten wollen wir ihn nicht unter uns laſſen— nur zu unſerer Nachrede — wenigſtens unſerer Nachrede im Herzen— ſondern ihn freundlich begrabend zu uns heraufheben, und ihn, der mit dem Herzen unſer war, nun auch als den Un⸗ ſrigen annehmen, und ach, mit zu ſpaͤtem Bedauern ſag' ich es: nur zu unſeren Todten, zu unſeren Graͤ⸗ bern.


