Teil eines Werkes 
4. Band (1835) Der Nabob
Entstehung
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folgenden Tage, was ihm menſchlich ſchien, ohne Ruͤck⸗ ſicht auf— Menſchen. Die letzten Worte Eugen's waren zu deutlich geweſen, um ſelbſt den ſonderbaren Vorgang mißzuverſtehen.— Sind ſonſt nicht Ritter geſtorben fuͤr ein Weib, das ſie nicht einmal Fannten, und der ſie blos ſagen ließen: ſie waͤren fuͤr ſie geſtor⸗ ben, im Kampfe fuͤr ihre Ehre und um ihre Liebe! — ſprach er zu Galate. Durch wie Vieles, wie Vie⸗ lerlei leiden doch Menſchen von Menſchen, ſelber von Guͤte und Liebe und Eifer! nicht allein von ihrem tau⸗ ſendartigen Haß, ihrem Neid, ihrer Kindſchaft!— Und als er in ſeiner Weiſe zuerſt alles Strenge und Wah⸗ re gegen Eugen geaͤußert, ging er dann uͤber zu veſ⸗ ſen Schutz, ja deſſen Verſtaͤndniß und Anerkennung. Denn der Graf wollte ſich bei dieſer Gelegenheit ſchwei⸗ gendlich zugleich ſelbſt ſeine kuͤnftige Ruheſtaͤtte erbauen, um die Lebenden, am wenigſten aber Galate oder Liddy, durch den ausgeſprochenen Gedanken oder das ausgefuͤhrte Werk zu kraͤnken; denn nichts iſt nieder⸗ ſchlagender, als den Ort ſchon ſehen zu koͤnnen, wo unſere Geliebten einſt ſchlummern ſollen und werden. Und ſo fuͤhrte er ſeine Abſicht mit den Worten ein: Der Juͤngling hatte kein Verdienſt als ſeine Liebe. In dieſe waren alle ſeine Talente, ſeine Vorzuͤge unterge⸗ gangen, die ſich gleichſam nur als das Herz im Herzen ausgebildet hatten; und was er ſonſt vielleicht als Gro⸗ ßes und Gutes fuͤr die Menſchen, als Schoͤnes fuͤr die Kunſt geſchaffen haͤtte, das Alles quoll und kam als Schefers neue Nev. 1v. 22