Teil eines Werkes 
4. Band (1835) Der Nabob
Entstehung
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mit frommem Herzen nannte er dieſe Welt nicht un⸗ vollkommen, weil Stand und Reichthum, Schoͤnheit und Jahre und tauſenderlei Ungluͤck ſolche Unterſchiede legten und Geiſter gleichſam feſſelten— nein, ſondern er pries ſie vollkommen, weil ſie gerade dadurch die Liebe erſt recht reife, recht bewahre, und Alles vergon⸗ ne; auch das, was er jetzt ſeit lange im Sinne trug⸗ ſo bekannt wie angeboren, ſo unabweisbar, als beraube er ſich und Andere nicht, ſondern erwerbe ſich, und ſchenke ihr und Allen ein beneidenswerthes Gluͤck.

So denkend, aß er mit Haſt und Freude eine Handvoll rother ſuͤßer Beeren von einem amerikaniſchen Strauche, der ſeiner Schoͤnheit wegen im Garten um⸗ her gepflanzt war, ſorglos und ſicher, als werde ſeine Pracht die Augen der Menſchen ſaͤttigen, und alle an⸗ dere Begier, ja die Neugier niederhalten. Und jetzt mißbrauchte ein ſchoͤnes Gebild der Natur die ſeinem Leben Stilleſtund gebietende Kraft; ſie wirkte nach ih⸗ rer Eigenſchaft; die Natur diente dem Willen des Menſchen, und griff ſchweigend ein in das ſittliche Reich, und der Menſch griff ein in das dunkele Reich, und gab dem Gleichgultigen Bedeutung, dem Daſeyn Leben, der Kraft Wirkung. Aber ſie wirkte ſo raſch, zu raſch! und berauſchte ihn ſchon und vereinzelte gleich⸗ ſam ſeine Sinne. Denn wiſſen ſollte die holde Er⸗ ſcheinung, die er ſonſt Liddy, Maͤdchen genannt, daß er ſterbe um ſie! Aber ſie verrann vor ſeinen betaͤubt ten, wie umflorten Augen ſchon in die uͤberall umher