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Nach wenigen Tagen ward die Verlobung gefeiert. Der Garten funkelte, reizend erleuchtet. Liddy war noch zu jung, um zu wiſſen, was man ſtatt ihrer ge⸗ lobe, daß man ſie der Treue und Liebe weihe; denn zum rechten Verſtaͤndniſſe jeder Begebenheit in, um und an uns gehoͤrt die rechte Vorbereitung, die ſtille Hoffnung, die heiße Erwartung, und ſo empfand ſie nicht einmal wie ein Kind, das man mit Feuer tau⸗ fet, einen augenblicklichen Schmerz, und ſie laͤchelte nur, im Herzen ihres Herzens gewiß, und ſah das an, als gaͤlte es aller Welt, nur nicht ihr.
Auch Eugen ging zum Feſte; aber anders em⸗ pfand er Alles, und ſich ſelbſt. Denn er wußte, wen er verlor, und durch wen. Schnell vergingen die we⸗ nigen Jahre, wonach Liddy ſo war, wie er ſie ſchon erblickte, gleich wie der Winzer im Auguſt das Wein⸗ blatt erhebend, die gruͤne erſt volle Traube, ſchon als die klare, ſuͤße Traube erblickt, und froͤhlich ſie wieder zu reifen im Schatten bedeckt. Und dann ſah er Lid⸗ dy, ſo ſchoͤn wie Galate, als Galate ſelbſt, mit ihrem Haar, ihrem Auge, ihrer Geſtalt und Stimme; er durfte jetzt nur die Augen aufthun, hinblicken, um die Nahzukuͤnftige ſchon als Gegenwaͤrtige anzuſchaun; denn Mutter und Tochter ſaßen neben einander in der erleuchteten, reizend geſchmuͤckten Laube. Aber er wußte auch zugleich, wem ſie dann gehoͤren wuͤrde, und weil er ſie wunderbar ſchon als die Seine empfand— auch wem ſie nicht gehoͤren wuͤrde, duͤrfe! denn er wußte,


