Teil eines Werkes 
4. Band (1835) Der Nabob
Entstehung
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des Dorfes ſtehenden Gaſthauſe, deſſen weiße Mauern jetzt wie Morgenroth leuchteten, ſollte Liddy ihn er⸗ warten, hatte Eugen ihr geſagt. So verlor er ſich. Sie ging dorthin.

Die Sommernacht ſchwand bald. Der Morgen war da. Und viele, blos durch Menſchenſchuld Un⸗ gluͤckliche, begruͤßten nicht einmal das hohe, unſchaͤtzbare Himmelsgeſchenk eines neuen Tages, ſondern ſaßen da, und ſahen zur Eide.

Da kam langſam durch das Dorf ein gruͤner Rei⸗ ſewagen, mit vier Schimmeln beſpannt. Liddy er⸗ kannte die Pferde ihres Vaters, die nur um 4 Jahre — weißer geworden. Jetzt erkannte ſie auch das Wap⸗ pen. Und der Mann, der dort alle Verarmte be⸗ ſchenkt, ſich ihrem Dank und Segen entzogen, und zu Fuße mit dem Kammerdiener nachkam— es war ihr Vater. Jetzt erſt fuhlte ſie all' ihre Schuld; ſie wollte entfliehen, aber ſie mußte wie gebannt am Wege ſte⸗ hen bleiben, gluͤhend im Geſicht, die Augen zur Erde, die kleinen Haͤnde gefaltet.

Graf Arthur blieb auf der andern Seite ſtehen, und, Liddy betrachtend, ſprach er zu ſeinem Beglei⸗ ter:„Iſt das nicht ein Maͤdchen, wie meine Liddyl ſo groß, wie ſie nun ſeyn wuͤrde! Wie oft hat ſich die Vaterliebe und Sehnſucht getaͤuſcht, und wie bit⸗ ter! Sie iſt es nicht, gewiß nicht, ſo ſehr ſie ihr gleicht, denn ſiehe nur ſie ſieht mich an, ſie bleibt