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ſtilem Wohlgefallen anſah, und Beide zu kennen ſchien. Er nahm und ſtellte das Buch bei Seite, blieb noch lange, und ging dann, ohne ein Wort zu ſagen, entweder wirklich ſtumm oder das Geluͤbde des Schweigens tragend, in ſeine Zelle.
Und ſo blieb es am Morgen, den folgenden Tag und alle Tage. Nichts war ihnen verwehrt, Nichts geboten. Sie waren thäͤtig, wie und wo ſie konnten, halfen im Garten, ſammelten Holz fuͤr den Winter im nahen Walde, oder Gras und Kraͤuter, molken die Ziegen, warteten der Milch, oder gingen zur Hand in der kleinen Kuͤche, bei Bereitung der einfachen Koſt.
Eugen verſann und verſpann ſich in einen ge⸗ ſchriebenen Pergamentband voll feuriger, liebegluͤhender Gedichte von Anaſtaſius Hand. Denn dieſer malte nun auch ſeine holden Gaͤſte in das Lebensbuch, ohne jedoch einen Tert dazu zu fuͤgen. Ja er lehrte ſie ſo⸗ gar, was ſchweigend durch Zeigen und Vorbild gelehrt werden kann. Zu Zeiten nur, am liebſten im Abend⸗ daͤmmer wiegte er Liddy auf ſeinem Schooß, ſah ihr Geſicht, vom Monde beglaͤnzt, mit Laͤcheln an, hoͤrte ihre Stimme, ihre Rede traͤumeriſch mild— dann war er eingeſchlummert, und ſie ſchlich leiſe von ihm zu Eugen, dem er alle Morgen gewoͤhnlich die Hand druͤckte, aber ernſter und treuer, als blos zum Mor⸗ gengruß. Was aber die jungen Leute der ganzen Welt vergeſſen ließ, das war die Bibliothek des Einſiedlers, die Nichts als lauter Maͤhrchenbuͤcher enthielt, ſo viele


