Teil eines Werkes 
4. Band (1835) Der Nabob
Entstehung
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da wie im Traume; die Erde und ſeine Blumen nur ſelbſt ein Traum wie ſeine Gedanken. Er konnte ſel⸗ ber nicht wuͤnſchen zu haſſen, was er ſo liebte, daß er liebte— er wußte im Grunde des Herzens nicht wen, nicht was; ſeine Neigung war ſein Leben, ſein Daſeyn. Galate hatte ſich nicht geirrt, als ſie ſtill Polydor bedeutet, Eugen meine ſie. Aber ſie war ihm auch wiederum zu erwachſen, zu weit voraus im Leben. Er ahnete recht. Denn das iſt die Weiſe des Geiſtes der Natur— der auch in dem ſchoͤnen Knaben lebte und webte; das gleich Junge, Paſſende zu waͤhlen! Wie irdiſche Guͤter, erbt auch die Liebe nach vor, oder auf Nebenzweige, nicht zuruͤck! und die Menſchen haben da⸗ rauf ein Geſetz gegruͤndet. Ja die Welt ſcheint mehr auf die Zukunft gerichtet und begruͤndet als ſelber auf die Gegenwart; ſo eilt ſie von allem Lebendigen, Ferti⸗ gen; ſo flieht und vergißt ſie alles Gewordene, Todte, ſo uͤbereilt ſie ſcheinbar faſt alles Werdende, denn in der Zukunft— die keine Seele ſelig genug denken kann — ſoll ſich unermeßliches endloſes Leben entwickeln, da⸗ von die Gegenwart einen nur kaum zu vergleichenden Theil enthaͤlt. Das durchfluſterte auch Eugen. Und ſo fiel ſeine Liebe auf Liddy, Galate's Tochter, die eine Galate mezza vita oder in piccolo, nach der Sprache der Bildhauer war; in ſeiner Empfindung aber eine jetzt noch kleine, aber gewiß bald erwachſene Galate, nicht ihr halbes, ſondern ſein ganzes Leben! und eigenſchoͤn dazu, und neuer ſuͤßer Neigung zu ihm 20*