—
„Du denkſt edel, o Berenice!“ fuhr er fort, daß Du zwei Millionen Guineen in meiner Hand— das Bild eines Vermoͤgens— nicht fuͤr ein Meduſen⸗ haupt haͤltſt, Dich von mir zu ſchrecken, weil Du nichts mehr als eine ſchoͤne Jungfrau biſt. Ich hatte aͤngſtliche Furcht vor dem edlen weiblichen Stolz, der, wie ich weiß, auch dich ſo ſtark und ehrbar macht. Aber, ſiehe, du biſt auch nichts weniger, als was eine ſchoͤne Jungfrau iſt, mit Allem begabt, was die Erde Himmliſches hat und der Himmel Irdiſches, Seele und Schoͤnheit, Leib und Liebe, und Alles in eine wundervolle Geſtalt, wie alle Suͤßigkeit der Na⸗ tur in eine Honigſcheibe, koͤſtlich verſchmolzen, was je ein Eigenthum, eine Zierde des weiblichen Geſchlechtes war, ſeit der— Kinderfrund, wie ihn unſer Mur⸗ dock nennt, das erſte Weib ſchuf im Paradieſe, das Paradies zu zerſtören ſchien; aber das Weib ließ, und das Paradies alſo nicht zerſtorte, oder nicht ganz; wie ein Gaͤrtner, der einen Roſenſtrauch vertilgt, aber die einzige volle Roſe deſſelben an ſeine Bruſt ſteckt. So ſteht das Paradies in Deiner weiblichen Geſtalt noch vor mir, ja ich umſchlinge die ganze Schoͤpfung in Dir, und— das heilige Wort ſey in der heiligen Stunde geſagt, ich kuͤſſe den Schoͤpfer, den Vater der⸗ ſelben, den göttlichen Kinderfreund, indem ich Deine Lippen kuͤſſe, und ſein Geiſt und ſeine Liebe weht mich an mit Deinem Hauch, und ich ſehe den Smmel offen in Deinen Thraͤnen, und in ihrem Schimmer


