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leuchtet und blinkte. Philidor enteilte den Plaͤnen und Riſſen, und mit jenem Ueberdrang der Gefuͤhle, ſeine Geliebte begluͤcken zu koͤnnen, ſchloß er das arme Kind an die Bruſt.„Berenice!“ ſprach er, mit zuruckge⸗ zogenem Geſicht ihr wonnig auf die geſenkten Augen⸗ lider ſehend,„Du warſt mir zugethan, als ich arm war, halte mir nun die Treue der Gefuͤhle— nicht ſer Worte— nun Du mich erſt reich machſt!“
„Ich bin noch dieſelbe gegen Dich!“ brachte ſie mühſam uͤber die Lippen, aber ſie brach dazu plötlich in nicht mehr zu hemmende Thraͤnen aus.
„Sonderbar!“ rief Philidor,„daß der Menſch ju allen Entſcheidungen ſeines Lebens weint, zu Gluck und Ungluͤck! und ſo oft er geweint, ſo oft gab iſm ein Gott ein großes Gluͤck oder großes Ungluͤck, cher gewiß doch immer ein ſeliges, reines Gefuͤhl ſeines Da⸗ ſeyns auf Erden, und zugleich die klarſte Erinnrung des Himmels— denn der Quell der Thraͤnen ſt im Himmel— und der Menſch weint zum Zeiche: er ſtamme von dort her, und ein Gott walte hiaieden auch uͤber ſein Kind auf Erden. Dieſe Deine Thra⸗ nen laß mich vom Auge kuͤſſen! ſie ſind ach die Buͤrgſchaft meines Himmels, das heißt: Deiner iebe!“
Und⸗Berenice wehrte ihm nicht, ihre Agenli⸗ der zu kuͤſſen, waͤhrend ihre Seele ſuͤß empfani: die Liebe ficht nichts an auf dieſer Welt, ſie zieht ſi rein, ſo frei hindurch, wie Feuer des Blitzes— ſolte ſie mich verwandeln?— lieber toͤdten!


