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arm oder haͤßlich geworden; oder dem Mädchen ein Geliebter, den Schande ergriffen.— Er iſt ihr un⸗ brauchbar, ja undenkbar, und die Beſſere klagt und weint die Liebe in Thraͤnen aus. Die Beſte aber halt ſeine vorige Geſtalt vor Augen feſt, und ihre Gefuͤhle im Buſen, weil ſie in ihrem reinen Lie⸗ ben ihr Leben findet. Und ſo geht wahrer Liebe nie etwas verloren, und iſt der Geliebte zu Staube zer⸗ fallen— er lebt himmliſch und herrlich in ihr, und waͤre ſeine Seele zerruͤttet, ach, ſeine Liebe iſt es nicht! Mit ſolchem Segen begabte ein Gott die ſelig⸗ ſte Leidenſchaft, oder des Segens willen iſt ſie erſt das, und kann irgend etwas dieſer Liebe noch eine Nektarwuͤrze, eine himmliſche Farbe, einen Geiſt, ein unausſprechlich mildes Weſen wie Mondlicht geben, ſo iſt es die Wehmuth! und dieſe durchdrang, wie Ton aus Harmonicaglocken, Berenice's ganze Bruſt, und ſie weinte ſanft, wie man zum Himmel weint, mit reinem Herzen und goͤttlichem Zutrauen.
Gleichwohl hatte ſie ſich nie lieblicher angezogen, doch nie auch den Hut ſo tief in die Stirn geſetzr, und als ſie ſich im Spiegel im weißen Kleide ſtehn ſah, erſchien ſie ſich nur als ein Geiſt, als ein Traum, und Jugend und Schoͤnheit und Alles, Alles bedunkte ihr nun an ihr vergeblich, verloren, verſchwunden, in⸗ dem ſie meinte: ihm, dem Geliebten, ſey ſie, wie ſie da ſey in aller Fuͤlle, in allem Schmerze nun nichts


