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ſpielen. Der Gewinner nahm d as Geld, der Verlierer ging auf die Galeere. So groß war die Wuth des Volkes nach Geld, daß in zwei Tagen die Schiffe vollzaͤhlig waren. Freunde, der Markt iſt die Welt! wer nichts gewinnt— fort mit ihm auf die Galeere! Wer aber Geld hat in Unſummen, wird ſelbſt eine Macht— und ſo bin ich auch dergleichen eine! Kin⸗ der, haltet mir nur mein Reden uͤber das alberne Geld zu gut— ich bin noch dives novus— ein neugebackener Edel— ſtein— mann, ein— Rei⸗ cher, und wie ein Mann, der den erſten kleinen Orden erhalten, ihn gleich zu Dutzenden fuͤr alle Kleider be⸗ ſtellt, ihn ſelbſt auf dem weißflanellenen Schlaftocke tragt, ſein Wappen umſtechen, ſeine Wagen neu ma⸗ len laͤßt— ſo iſt mir, ohne Vergleich, zu Muth! Ich denke immer noch arm und traume noch duͤrftig! Erſt dieſe Nacht ließ ich mir noch von einem Bettler auf einen Penny einen Halbpenny herausgeben! pfui! O wann wird erſt das Gold fluͤſſig in meine Seele, in mein Blut uͤbergehen! und ach, wann werd⸗ ich erſt befehlen lernen! den guten Jasper anfahren, oder ausſchelten, das bring' ich nicht uber das Herz!“ „Bleibe dabei!“ ſprach Camillo,„reite die Pferde nicht todt, weil Du andre bezahlen kannſt, quaͤle arme Leute nicht, weil ſie blos zu Gott ſeufzen koͤnnen!“ Philidor druͤckte ihm die Hand, und verſetzte: „Wie das Leben ſelbſt, hat man Alles im Leben nur einmal, jede Kraft, jedes Haar, jedes kleine oder


