„Bin ich nicht ein Zauberer?“ fragte Philidorz Herzaubern beruht auf irgendwo Vorhandenſeyn, auf der muͤhſeligen Heperei des Schaffens und der Schoͤ⸗ pfung des Urzauberers! Unſer menſchliches Zaubern iſt ſchneller und, wie Ihr ſeht, bequemer, ja ein rechtes Nichtsthun! Aber wie arbeitet das Gold in der Welt der Menſchen, heimlicher und herrlicher als das Licht am Himmel! Alle Hetzen ſind ſchon ſein eigen, was es gebeut, ſteht da, was es ſcheel anſieht, verſchwindet. O Macht des Goldes in der ganzen Welt! Alles, was da ſteht, Kirchen, Bruͤcken, Häuſer, das ſteht um Geld da, wenn auch durch Arbeit— denn Keiner haͤtte ge⸗ arbeitet, wenn er kein Geld empfangen! Wer Geld hat, hat das Privilegium, ein Faullenzer zu ſeyn, fuͤr den muß ſaͤgen, hauen, ſtechen, nähen, laufen, pfluͤ⸗ gen, dreſchen, Pferde ſtriegeln, Ochſen und Eſel trei⸗ ben— wer kein Geld hat; der ſchickt ſeine Diener fort, wenn er will, der wohnt, wie er will, der lebt, wo er will, heirathet wen— daß heißt, welche er will, laͤßt ſich ſcheiden, von wem er will— kurz, das Gluͤck des Geldes iſt unermeßlich, ſeine Macht unwi⸗ derſtehlich! Gold iſt die wahre Goldtinctur des Lebens, uͤber einem Goldſtuͤck kann man ſich blind ſehn, ſchwind⸗ lig, von Sinnen werden, ſo unergruͤndlich iſt es! Erſt heut' las ich: in Barcellona brauchte man Matroſen. Die Obrigkeit ließ Geld auf den Markt aufſchuͤtten— die Geſchichte iſt alſo aus der alten guten Zeit— und immer zwei Maͤnner um eine gewiſſe Summe
3


