—
große Gut— darum habe ich ernſtlich den Wunſch an die Goͤtter: Moͤcht' ich ſtets mit ſich'rem Blicke Klar die Gegenwart erkennen! Von Erinn'rung nicht verwendet, Wie von Hoffnung nicht verblendet, Nicht getaͤuſchet vom Geſchicke, Fuͤr mein eignes Ungluͤck brennen!— Irren zwar iſt Loos auf Erden, Schon am Schaden ſey's genug, Laßt mich auch ungluͤcklich werden— Ach, doch nur zu ſpät nicht— klug!“
Den Freunden ſchauerte die Haut. Philidor ergriff aber Camillo, und fuͤhrte ihn zu einem großen mit Zeichnungen und Schriften bedeckten Tiſch.„Das ſind meine Plaͤne, meine Schloͤſſer und Gaͤrten!“ ſprach er.„Mein Architekt ſollſt du, ſeyn! Aber wie jener Koch ſagte: ich habe ſchon viele Herren zu Tode gekocht, bitt' ich Dich, baue mich nicht um das Leben! Aber mein Grabmal zuerſt, denn ich lebe— ich weiß nicht wie lange, ich ſterbe, ich weiß nicht wann. Und wahrlich, es iſt keine Frage im Scherz: ſoll man das Leben von hinten oder von vorn anfangen? Doch da⸗ von hernachmals! Siehe die Riſſe durch. Dich aber bitt' ich, o Lamoural, hole mir Berenice! und iſt ſie verſchaͤmt, allein zu kommen— bringe Miſtriß Pep⸗ perell mit, oder ihren Murdock, den braven Ver⸗ kaufmann! denn ein bloßer Kaufmann iſt freilich ein Raſender, ein geiziges Kind in der Welt! Gehe!


