„Zu Deinem juͤngeren Freunde Giovanni di Cer⸗ taldo*) iſt Joachimo Ciani, ein Carthaͤuſer in Florenz gekommen und hat ihm geſagt:„„Mich ſen⸗ det der ſterbende Pater Petroni, der Heilige, der Wächter und Richter Italiens genannt, zu Dir, Boe⸗ caccio! Der Waͤchter wollte etwas zur Ehre Gottes thun, und bat zu Gott. Da erſchien ihm Chriſtus, und in ſeinem Geſichte las er die Vergangenheit, die Zukunft und die Gegenwart. Der Waͤchter richtete dann ſein Auge auf mich, Joachimo Ciani, und ich habe Auftraͤge nach Neapel, Frankreich und England — auch an Dich, Boccaccio: Dein Leben zu beſ⸗ ſern, und an Petrarkan ſein Leben zu beſſern.““— Boccaccio ſchickt mich nun an Dich, Francesco, und laͤßt Dir ſagen: Ich bin in meine Bibliothek, voll Werke der eitlen Liebe, gegangen und wollte ſie ſtracks verbrennen, aber ich werde ſie beſſer verkaufen, denn ich bin arm; ich habe einen Sohn und eine Tochter wie Du— nach Petroni's Worten— und kein Weib, wie Du; und ich habe die Weiber auf immer verlaſſen. Mich zieht es in die Carthauſe.“
Nach dieſen Worten war der furchtbare Mann ohne Gruß entwandelt, und Francesco hatte von Je⸗ mand die bloße Vermuthung erfahren, es ſei der Grieche Leon Pilatos.
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*) Boccaccio.


