Teil eines Werkes 
3. Band (1832) Die Lebensversicherung
Entstehung
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laut und heimlich Alles fortleitenden Zungen der Men⸗ ſchen, daß er erfahre, ſie lebe, wenn er noch lebte, und auf Arguſſoli's Bitte uͤberließ ſie ihm die kleine Francesca, fur die er ſie uberreichlich beſchenkte.

Meſſer Francesco Petrarka war noch in Mai- land und wohnte auf einem, nur Sonntags beſuchten Platze neben der Kirche des heiligen Ambroſius. Ar⸗ guſſoli hatte ihn zwar nicht wiederſehn wollen, doch jetzt vermocht' er es uͤber ſich, ihm ſein Kind zu brin⸗ gen, aber am ſpaten, ſchon nächtlichen Abend, und tief vermummt und in Maske.

So trat er ſchweigend ein, auf dem wohlbedeckten Kinde die Schrift befeſtigt:Francesca Beccaria di Francesco*). Er merkte den Eingetretenen nicht, er ſaß in Gedanken vertieft, denn ihm war heute Wun⸗ derliches geſchehen. Am Morgen hatte ihn in der Kirche Bernardino delle osse ein Mann aufgeſucht, und gerade in jener furchtbaren achteckigen Kapelle gefun⸗ den, die mit grotesker Moſaikarbeit aus weißen Scha⸗ deln und Menſchengebeinen geſchmuͤckt oder ausgelegt iſt. Die Geſtalt des Mannes war furchterlich; lang, hager, finſtere Zuͤge, mit dichtem ſchwarzem verwilder⸗ tem Barte verwachſen, große funkelnde Augen, die ihn gleichgiltig angeſehn, ihn gefragt: ob Er Francesco heiße, und ihn dann mit trockenen Worten geſagt:

*) F. Beccaria, Petrarka's Tochter⸗