der feurige Glanz des Büitzes ſchwebte einige Augen⸗ blicke das Zimmer erleuchtend, ehe er verſchwand, aber er hatte Violante vor ſich ſtehen ſehen! Angſt im erblaßten Antlitz, Furcht vor der fremden Geſtalt und doch mit ausgeſtreckten Haͤnden, ihr Kind erblickend. Sie ſchrie um Huͤlfe. Sie rief nach Alalte. So war die weiße Erſcheinung denn nicht Violante's Geiſt, ſon⸗ dern ſie ſelbſt— ſo lag ſein Weib, die er glucklich machen wollen, ſeine Alalte, durch ihn in ihrem Blute. Und vorher ſchon voll vom Gedanken, zu fliehen, ehe Jemand erwache, floh er jetzt wild, in der Seele ge⸗ löſ't und verworren— mit dem Kinde. Er hoͤrte ſich nachrufen aber ſeinen Namen! er hoͤrte Vio⸗ lante uͤber die Schwelle ſtraucheln und ſtuͤrzen— aber er floh.
Nach einigen Tagen kam Arguſſoli des Weges gezogen. Ein dumpfes Geruͤcht fuͤhrte ihn voll Er⸗ wartung und liebender Angſt in das vermiedene, oft beſeufzte kleine Haus Morgagni's. Er blieb in der offenen Thuͤr ſtehen— Violante war nirgend zu ſehen. Er fragte, wo ſie ſei. Sie iſt fort von uns auf immer!— antwortete ihm Alalte, welche ihres eigenen Gatten Meſſer— da ſie auf der Seite gele⸗ gen— nicht todtlich verwundet. Sie wollte ihm das erzaͤhlen— aber er legte ihr die Fingerſpitzen auf den Mund. Er ſetzte ſich und weinte, das Geſicht in ſeine Haͤnde verborgen, um Violante. Dann faßte er ſich und fragte, wo ſie begraben ſei? Da laͤchelte Alalte


