Teil eines Werkes 
3. Band (1832) Die Lebensversicherung
Entstehung
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in ſeiner Geduld, in ſeinem Fleiße nur froͤhlicher, ſein Herz geruhrt häͤtte. Er verſcheuchte ihn, dann ſchieden die alten Bekannten, und Morgagni gelangte, unter einem Gewitter hinwandelnd, nach Mitternacht zu ſeiner Wohnung.

Violante aber hatte ſeit ſeiner Abweſenheit ein Maͤdchen geboren und Francesca taufen laſſen.

Alalte hatte ihr das eigene, breitere Bette abgetre⸗

ten, ſchlief an Violante's Stelle und hatte die kleine Francesca bei ſich, damit ihre Freundin einige Stun⸗ den ruhig ſchlafe. Und ſie ſchliefen ruhig.

So ſchlich denn Morgagni zuerſt an Alalte's Bette, worin aber Violante ſchlief. Er kuͤßte, wie er meinte, ſein Weib, und zuckte darauf das Meſſer gegen Violante, an deren Stelle ſeine Alalte ruhte, das Kind im Arm. Er fuhlte leiſe; er fuͤhlte das Kind. So war's Violante gewiß. Er nahm das Kind auf

den linken Arm; er ſetzte die Spitze des Meſſers leiſe

auf die Bruſt ſeines ſchlafenden Weibes, und mit all⸗ maͤlig verſtärkter Kraft druckte er ſeufzend das Heft nach, um das Stoͤhnen in ſeiner Bruſt, den Gedanken an Mitleid nicht zu hoͤren, und druͤckte die Augen feſt zu, auch in der Finſterniß nichts zu ſehen. Es war geſchehen. Alalte fuhr aus dem Schlafe empor, ein Schrei, und vor nun erſt gefuͤhlten Schmerz ſank ſie zuruͤck. Die Stimme im Finſtern durchbebte ihn ſchrecklich. Das Aecchzen kam ihm wie aus der Hoͤlle. Violante ſprang aus dem Bette, es blitzte, und