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Dem war aber nicht ſo.
Milano hatte einin von ihm ſelbſt einſt uͤber⸗ wundenen Raͤuber in ſeinen Dienſt genommen, weil derſelbe ihm in ihrer Lage hochſt brauchbar ſchien und weil er, ſelbſt der öffentlichen Meinung trotzend, giaubte,
wer ſeine Farben trage, der ſei dadurch ehrlich gemacht.
Milano, verkleidet, ſchlich ſich in fünſterer Nacht zu Foſſombrone, ſeinem Diener, vor dem er ſich ſcheuete in dieſer einzigen Angelegenheit, und gewann den immer Falſchen durch vieles Gold dazu: Vio⸗ lante„unſichtbar zu machen!“ Zu größerer Vorſicht gab er ihm dieſen Auftrag in einem fremden Hauſe, wohin er ihn erſt verſandt und wohin er ihm heimlich nachgereiſet war; und dort verkleidet und im Namen Boſſolaro's, von welchem es glaublich war, er wolle ihr Geſchlecht ausrotten, um nichts mehr zu furch⸗ ten zu haben; und in der Abſicht, den Prieſterfurſten verhaßt zu machen, wenn er die That, auch im Fall ſie verlautete, von ſich auf ihn waͤlzte, auch Foſſom⸗ brone geneigter zu machen; wenn dieſer den Dienſt einem hohen Geiſtlichen, vielleicht in wenig Tagen ſei⸗ nem neuen Herrn— leiſtete, der obendarein den Ablaß dafuͤr im Voraus ihm beigelegt, und welchen Milano ihm in die Hand ſchob. Der Diener verſprach die That, wenn am Tage die Schrift ächt, und das Gold nicht falſch ſei.
Foſſombrone, nun auf dem Wege nach Ga⸗
rignano, uͤberholte Morgagni, in welchem er einen


