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von ihr abzuwenden, welche ihm geſagt:„Fruͤhere Schande wird nicht durch ſpätere Ehre vertilgt; der Fehltritt einer Jungfrau wird nicht durch Ehe gut gemacht, und darum iſt an ſie nicht zu denken, auch wenn der eheſcheue Eutychianer— Francesco— ſo daͤchte, der mehr kein Mann zu bleiben wähnt, wenn er ein Weib haͤtte! und von ſeiner Höhe zu ſinken, wenn er in's menſchliche Leben herabſtiege. So bleibt er denn lieber der Frevler, der Unmenſch, der geiſt⸗ liche Herr, aber weislich— ohne die Weihe!“
Die Bruͤder hatten mit ihr nicht mehr geſprochen. Und dennoch ſchlich Violante in der fruͤhen Morgen⸗ dämmerung des Tages ihres Scheidens aus dem Va⸗ terhauſe, leiſ' an die Thuͤr des Zimmers, worinnen die Bruͤder ſchliefen, um ſie noch einmal zu ſehen, nur knieend ihre Hand zu kuͤſſen. Sie horchte.. Keiner regte ſich; ſie pochte das zweite, das dritte Mal lauter. es ſchwieg. Und mit klopfendem Herzen ſtehend, die gluͤhende Stirn an die feſte, eiſerne, käl⸗ tende Thuͤr gelehnt, vernahm ſie ein leiſes Weinen, aber es verſtummte bald, von der Decke gedaͤmpft, die ſich wahrſcheinlich ihr Milano uͤber den Kopf gezogen, die ſcheidende Schweſter nicht mehr zu horen. Und nach einer Wendung des Zorns uͤber ſich und ihn, nach einem lauten Schlag mit der Hand gegen die droͤhnende Thuͤr, warf ſie ſich in Arguſſoli's Arme, der dieſer Scene von weitem mit Jammer zugeſehen— und Alles ſchien ihr mit dieſem Schweren nun uͤberſtanden.
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