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ſchweigend im Seſſel neben ihm ſaß, fuͤr ihn gluhte, und mit einem freundlichen Blicke ſeine Gedanken zu errathen ſchien, und die rege Sehnſucht, die in Augen und Zuͤgen ihn verwandelte und wie ein lieblicher, ſanfter Geiſt ſein Antlit beſchwebte.
Arguſſoli ſah das Alles mit an, und der Schmerz uberwältigte ihn beinahe. Und doch kam das Paar ihm nun herrlicher, neidenswerther vor! Er ſah Vio⸗ lante ſchöner— aus Eiferſucht, und es war ihm natuͤrlich, milde auch jetzt noch gegen Francesco zu denken, aus Adel und Groͤße der Seele. Und ein Mann, den ein ſchoͤnes Weib liebt, ſcheint ſelbſt den ubrigen Männern auffällig und wunderbar jett erſt⸗ als ein Naturgebild in all' ihrer Glorie, nicht mehr aus dem gewöhnlichen Stoffe gewebt, woraus Alles umher beſteht; die Natur hat ihm ihr Siegel aufge⸗ druͤckt, er wird auf einmal ehrwuͤrdig und unantaſtbar, wie den Griechen unter den Kaiſern ein Mann, auf deſſen Haupt ſich ein Adler geſetzt, deſſen Schatten ſo⸗ gar nur den Schlafenden uberſchwebt, und ſie ſagten ihm die Wuͤrde der Krone voraus! Oder die Men⸗ ſchen blicken ihn an, wie Jemand, den der heilige Blitz des Himmels beruͤhrt hat, und der noch lebt. und der Strahl der Liebe aus eines edlen Weibes Bruſt iſt nicht geringer, ſondern ſinnvoller, hoͤher als jener des unbewußten, ſchrecklichen Phaͤnomens. Und daß ſie ſeine Geliebte geweſen— das erhob noch ſeine Gefuͤhle und gab ihm Gelegenheit— das Schwerſte


