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Aufbruch erzurnt, aͤußerte laut: Francesco habe nur die ſchoͤne Gelegenheit ergriffen, den Frauen ſich be⸗ merklich zu machen, und ſie zu zwingen, ihn anzuſehn, ſich mit ihm zu beſchäftigen, wie er ohne Ruͤckſicht auf die Geſellſchaft ſonſt ſchon gethan!
Violante hoͤrte das nicht, riß ihr ſchwarzes Stirnband und den Schleier ſich ab, und da der Freund ihres Herzens, der ihr nun mehr war, und noch weit mehr einem Weſen, das heimlich in ihr ſchlief, und jetzt wie ſelbſt aus ſeinem heiligen Schlummer aufgeſchreckt und voll Angſt gleichſam an ihrem Herzen riß, da er immer nicht zu erwecken war und ſeine frühe, naturliche Bläſſe jetzt von der bleichen Fackel des Todes ſchimmerte, und der Kranz von Epheu und Myrthe, den er ſeit ſeiner Kroͤnung das Vorrecht hatte zu tragen und an feſtlichen Tagen trug, ihm das An⸗ ſehen eines Geſtorbenen gab— da weinte ſie laut, knieete zu ihm, umfing ſein Haupt, ja ſie kuͤßte halb ſinnlos ſeinen Mund, und achtete keines Menſchen, ſelbſt Arguſſoli's und ihres Bruders Milano nicht, die jetzt ihr nicht Liebender, nicht Bruder, ſondern allgemeine Sterbliche, nur bunte Schattenge⸗ bilde beduͤnkten, die von einer fremden, unſichtbaren Kraft ſich regten und ſie anfaßten, ſie aufzuheben, nicht von einer eigenen..
Petrarka, vielleicht am meiſten durch den Ruf ihrer Stimme, durch die Gluth ihrer Naͤhe, ihr lautes Weinen über ſeinem Antlitze, zu ſich gekommen, ſchlug


