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„Setzt Euch, Ihr Herren!“ ſprach Jener, noch eine große Nachricht auf dem Herzen.—„Auch Rienzi in Rom iſt todt!“
Darauf ſetzte er ſich, waͤhrend die Maͤnner daͤmo⸗ niſch zum dritten Male auffuhren.
Luchin war des Francesco Petrarka maͤchtiger Beſchuͤtzer, Dandolo ſein großer Goͤnner, aber Cola Rienzi ſein Freund, ſeine halbe Seele! Denn was er fuͤr die Menſchheit, fuͤr ſein Vaterland fuhlte, dachte und wuͤnſchte, das erſchien ihm in Rienzi verkoͤrpert; ſein Kopf, ſeine Bruſt, ſeine Hand fuͤhrten das in's Leben und lebten es, was nur Francesco's halbes Weſen, ſein irdiſcher Theil war. Und Rienzi war hin! Rom nicht mehr frei! Italien nicht eigen geworden*), vielleicht auf lange Jahrhunderte wieder in ſich geſtuͤrzt, wie der Veſuv nach einem gewaltigen Ausbruch.— Dieſe Schmerzen betaͤubten Francesco: er ſtarb gleichſam an dieſem irdiſchen Theil; ſeine reiz⸗ bare Seele ertrug es nicht, und er ſank in fuͤhlloſe Ohnmacht.
Arguſſoli, Alles vergeſſend, was er durch Vio⸗ lante's kleines Blatt wußte, war der Erſte, ihm beizuſtehen, und trug ihn mit Milano in ein Sei⸗ tengemach des Saales. Dieſe Stoͤrung hob die Tafel auf; und ein unbegnuͤgter Zecher, uͤber den fruͤhen
*)„Italia una e libera!“ war Petrarka's Wort. Schefers neue Nob. 1i. 26


