Teil eines Werkes 
3. Band (1832) Die Lebensversicherung
Entstehung
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mich liebt, und meiner zu ſeinem Gluͤcke bedarf, der lebt mir. Wer mich ſo wenig achtet, daß er mich, als waͤre ich ſein bitterſter Feind, in's Verderben ſtur⸗ zen moͤchte— wenn ich der Thor waͤre, hinein zu ſtuͤrzen,— der iſt mir todt— und eine Todte mag ich nicht zu meiner Frau!“—

Arguſſoli ward freier und beklommener um das Herz; er hatte nicht hoͤren moͤgen oder gewuͤnſcht, des Erzahlers Worte ſeien unhoͤrbar, nur leere Luft.

Und Jener, vom Weine erwaͤrmt, fuhr fort, Luchin's Worte zu vollenden:„Gelaſſen Alles em⸗ pfangen, frei, entſchieden ſich damit abfinden, das kann nur ein Mann; und ich denke, ich bin einer. Und daß Du ſagſt, Galeazzo, ich habe ſie ziehen laſſen, genoͤthigt— vielleicht! In dem kurzen Leben iſt es ein großer Vortheil, bald ſeine Leute zu kennen, zeitig von ihnen das zu erfahren, was ſie uns etwa zuden⸗ ken und was ihrem Charakter nach doch einmal geſche⸗ hen wird! So gewinne nun ich mich wieder und meine Jahre, die mir ſpaͤter durch ſie verloren ge⸗ gangen waren! Ich bin noch Luchin! Es giebt kein Ungluͤck als den Gram. Fort! was uns nicht recht iſt; und ich als Herr vermag auch zu ſagen: Fort! dem ich nicht recht bin. Ich meine Iſabella. Dir aber, Neffe Galeazzo, verzeih' ich. Ich weiß es nicht; wir Herrſcher haben ſelbſt vor dem Herrſchen eine ſolche heilige Scheu, als ſei es etwas Göttliches, und mehr als alles Irdiſch-Menſchliche Nothwendi⸗