Teil eines Werkes 
3. Band (1832) Die Lebensversicherung
Entstehung
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ſie zwiſchen Arguſſoli, der ihr— und zwiſchen Francesco, dem ſie gehoͤrte.

Ein Freund der Bruͤder Beccaria war eben aus Mailand zuruͤckgekommen. Er ſaß ihnen gegenuͤber, gluͤhte noch von der Reiſe, aß nicht, aber trank von Zeit zu Zeit einen Becher Wein, mit ſichtlicher Freude, als trinke er jeden auf die Geſundheit und das Wohl der Bruͤder. Darauf erzaͤhlte er Neues aus Mailand, in dem Kreiſe von lauter vertrauten Freunden.

„Iſabella war, wie Ihr wißt, begann er lachend: nach St. Markus gepilgert. Das wäre ſehr gut ge⸗ weſen, aber ſie verehrte auch unterweges die Gebeine lebendiger Heiligen— als da da ſind der heilige Ugolin Gonzaga zu Mantua, der heilige An⸗ dreas Dandolo zu Venedig— die vor ihr die Kniee beugten. Alle moͤgliche Condeſcendenz! Aber Ga⸗ leazzo, ihr Schutzpatron auf Reiſen, empfand das frevelhaft, und um die ſchoͤne Suͤnderin an ihm, bei Luchin, ihrem Gemahl, zu verderben, klagte er ſich ſelbſt bei ihm als ſeinen Ehren-Feind und Schaͤnder an, um jene beiden Heiligen bei ihm anzuſchwaͤrzen und Iſabella, die ihm, dem Treuloſen, treulos gewe⸗ ſen!— Luchin hat eine furchtbare Stunde geſchwie⸗ gen; dann hat er zu Galeazzo geſagt: Der Mann iſt ein Thor, der all' ſein Gluͤck von einem Weibe hofft, dem ein Weib es zerſtören kann. Wenn eine Frau eben die ganze Welt wäre, die er faſſen kann und bedarf, dann haͤtte das ſeine Richtigkeit. Wer