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ſchäft zu thun, weil es uͤber ſie kam in ihrem Bewußt⸗ ſein, was ſie ihm, was ſie ſich mit dieſer Beruhrung des Schwertes thue, und die Kaͤlte des Stahles durch⸗ floß ſie mit Schauder, und es ſchien ihr, als habe das todte Element Worte und es rede eine geheimniß⸗ volle, eine ewig treue, wahre Sprache zum Herzen des Menſchen; wie er ſie aus dem heiligen Weſen deſſelben hervorgelockt!—
Da trat M. Francesco Petrarka mit ih⸗ rem Bruder Caſtellano in's Zimmer. Dem edlen Arguſſoli zuckte wie eine Wuͤnſchelruthe das Schwert in der Hand, und es ſchlug ihm gleichſam auf die Bruſt Francesco's an, nicht fur den Raub, ſondern die Schmach Violante's. Aber er wollte keinen blu⸗ tigen Quell, um ihr nicht weh zu thun; er ſteckte es in die Scheide und verließ ſie ſchweigend.
Violante zitterte vor dem verſchwundenen Ar⸗ guſſoli, deſſen Geſtalt ihr noch im Zimmer ſchwebte; ſie hoͤrte von Gaſtellano mit Beben:„das ſei Meſ⸗ ſer Francesco, der ihr die Hand reiche, ſie zur Tafel zu fuͤhren!“— Und nach ſeiner Weiſe bewahrte Petrarka ſeinen Stolz gegen vornehme Frauen, auch jetzt gegen das demuthige Madchen, das leis und ſtär⸗ ker und endlich mit aller vergehenden Kraft ſeine Hand verborgen druckte, daß er erſchrak und ſelber bebte vor dem unerkannten ſchoͤnen Gebild, das neben ihm ſchwebte und in Gedanken verſchwebt war. Dann ſaß


