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Arguſſoli ſchwieg; Violante konnte nicht ſpre⸗ chen. Nur ſein Auge weilte auf ihrer Geſtalt; ſie erroͤthete hoͤher und hoͤher, ergriff ſeine Hand, und mit einem Feuer, einem Muthe, einer Beklommenheit zugleich, welche ihr Furcht, Anerkennung des edlen Mannes und Liebe erregten, gab ſie ihm wenige Zeilen zu leſen, die Alles enthielten, was ſie bekuͤmmerte, worinnen ſie ſich zu ihrem Beſchuͤtzer— ihn ſelbſt erbat. Er ſtand wie zu Marmor geworden, oder werdend, als fuͤhle er die eiſige Kalte herauf an das Herz ihm ſteigen, ihn toöd⸗ ten! und doch ſiedete es in ſeiner Bruſt, ſeine Augen ſtarrten vor ſich hin, Thranen quollen und verdunkelten ſie— die Sonne war ihm nicht da— Violante in Nacht verſchwunden. Sie ſank ihm an's Herz, ſie kuͤßte ſeine Lippen, und— ſo iſt der Menſch und das Schickſal— dieß ſelig erhoffte Gluͤck war ihm keines, weil es keines war, nur das Gleichbild, der Schatten davon— und ſo war es ihm bitter und wahr als ſein Ungluͤck.
Sie ließ ihn los. Sie ſchwieg, und mit leiſer Stimme, wie ſie aus der Seele kommt, wenn ſie ſich ſelbſt bezwungen, voll Adel ſich liebt und vor ſich ſel⸗ ber ſich ſcheut, wie rein und ſchoͤn ſie ſei, und wie goͤttlich ſie ſich Menſchen bezeigen wolle— mit leiſer Stimme gelobte er ihr Schweigen, und er hielt ihr ſein Schwert hin, die Hand daran zu legen, zum Zeichen: es ſtehe, wie er, in ihrer Gewalt und in ih⸗ rem Dienſt. Und ſie vermochte kaum dieſes kleine Ge⸗


