Teil eines Werkes 
3. Band (1832) Die Lebensversicherung
Entstehung
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ihre Erhaltung in Pavia; ja, der unermüdliche Lieb⸗ haber hatte ſich ſogar an M. Francesco gewendet, um durch dieſen die Bruͤder zu einem entſcheidenden Schritte zu vermoͤgen, indem er nicht ganz mit Un⸗ recht ſchloß, ein jedes Weib werde faſt immer von großer Ausdauer geruͤhrt, als naͤmlich von eben ſo großer, einem Weibe ſtets vortheilhafter Liebe des Mannes, die wieder aus ihrer eigenen Schoͤnheit kom⸗

me; und ſo werde ihre Eitelkeit ſie zuletzt uͤberwin⸗

den. Was aber das Eigenſte war, M. Francesco ſollte ſelbſt Violante einige gunſterregende Worte in ſchicklicher Stunde ſagen, wenn er ſie in Pavia ſehen wuͤrde. Und ſomit war unter den ſchon eingetretenen Umſtan⸗ den eine Verlegenheit eingeleitet, die fuͤr Violante, die Bruͤder, Arguſſoli und Francesco nicht groͤßer ſein konnte, und die nach dem Charakter eines Jeden anders uberwunden ſein wollte: denn uͤberwunden mußte ſie werden.

Ohne nun dieß zu wiſſen, fuͤrchtete Violante genug ſchon ihre Bruͤder. Sie feierte zwar in ihrem Sinne einen Triumph, ſie waͤhnte alle Welt, ſelbſt die Nachwelt auf ihrer Seite, Jeder muͤßte und werde ſie ſchuͤtzen und ehren wie ihren Geliebten! Aber empfan⸗ den das auch ſo die Bruͤder? Vielleicht dereinſt in ru⸗ higen alten Tagen. Aber jetzt, da ihre Herrſchaft wankte, vergriffen ſie ſich, wie Alle, welche die ihre erhalten und nach wilden Tagen neu befeſtigen wollen,