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Aber dieſe heimliche Sehnſucht: liebend von der Welt geſchieden und lebend Allen verborgen zu ſein, deutete auf eine Veraͤnderung an ihr, die Alalte in Schrecken geſetzt, und in der erſten Furcht ſie ge⸗ trieben, zu Giuſtina nach Mailand zu eilen, und ihre eigene Angſt dadurch zu erleichtern, daß eine An⸗ dere ſie wiſſe und theile.
Giuſtina hatte einen Brief von Violante's Bruͤ⸗ dern erhalten, welche ihr meldeten, ſie wuͤrden die Schweſter durch ihren Vertrauten, Pietro di Cre⸗ ma, bald heim nach Pavia holen laſſen. Giüuſtina war nach dem von Alalte Gehoͤrten in doppelter Angſt, und fuͤrchtete ſchlechten Lohn fuͤr die Saumſeligkeit in ihren Pflege-Mutterpflichten. Aber hier war nichts als zu gehorchen. Violante ſollte demnach ſogleich vorerſt in die Stadt zuruͤck.
So viel Nachricht brachte ihr Alalte. Der Grund zu ihrer Nachhauſekunft, den Violante nicht ahnete, lag jedoch in Arguſſoli, den ihre Erſcheinung als Vio⸗ letta gerade an— ſie ſelbſt erinnert, und den nur ihr einfaches dunkelrothes Kleid und das nach Art der Madonnen uͤber den Kopf und die Bruſt geſchlagene himmelblaue Tuch und ihr weiſes Schweigen verhin⸗ dert hatte, in ihr Violante zu erkennen. Die Bruͤ⸗ der wollten nicht laͤnger mit ihrer Weigerung Nachſicht haben; ſie bedurften der Kräfte des tapfern, reichen Marcheſe di Franceschini zu ihrer Unterſtuͤtzung, ſelbſt
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