Teil eines Werkes 
3. Band (1832) Die Lebensversicherung
Entstehung
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Menſchen eitele Weiber, und ſtaͤnden auf alle Fehler dieſer Menſchen gleich unmittelbar nur rothe Naſen, — wer wuͤrde dann nicht mit Freuden— auch groß und erwachſen— dem Teufel und allen ſeinen Werken entſagen, und aͤngſtlich alle Fehler vermeiden? Schon dadurch wäre die Doctorei aus! Aber leider hat der gute Herr ſeinen theuern Patienten immer vor Augen! und weil er ihn immerfort anblickt, ſo wird er dadurch zum Hottentotten— bis er einſchlaͤft.

Er machte aͤrgerlich eine Bewegung mit dem Briefe, ja er waͤre lieber gegangen— da fiel eine Banknote heraus, die aufgehoben und wohlbeſehen, eine Zehn⸗Pfundnote war. Als ſie in der mit Seide ge⸗ fuͤtterten Seitentaſche auf dem Herzen verwahrt war, ſeufzte er bei ſich: So muß ich denn wohl in den ſauern Apfel— die rothe Naſe beißen! Er ſetzte ſich wieder, wendete um und las:

„Inliegende Kleinigkeit ſoll Sie, lieber Doetor, „nur dazu bewegen, uͤber den Brief hinweg, ſich da „vor Ihnen das Maͤdchen, meine liebe Mirza anzu⸗ „ſehen, wenn es nicht ſchon geſchehen iſt. Deswegen „habe ich ſie zu Ueberreicherin dieſes und zu Ihrer „Beiſitzerin gemacht. Ich fuͤrchte nicht, daß ſie ſich in „ſie verliebt, lieber alter Hammer“——

— WMirza ſeufzte jetzt eben.—

Silvati mußte wieder ſeufzen, und wieder laͤcheln, und hätte eine rothe Naſe darauf geſtanden. Inhaber der⸗

Schefers neue Nov. im. 3