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ſelben hat ſich betrogen, dacht' er nicht ohne Beſorgniß. Aber Sie, ſie ſieht ja mich nicht an!— Und nach einer fluͤchtigen wehmuͤthigen Empfindung las er weiter:
„Nicht wahr, meine Mirza iſt ſchoͤn?— ſehr „ſchön?— Ihre Naſe iſt weiß wie die Lilienhaut ihres „Geſichtes. Aber ſie iſt auch eine Lilie an Unſchuld, „eine Roſenknospe an Liebe,(obgleich Mirza ſchon „Roſe heißt) ein Veilchen an Beſcheidenheit, und ich „glaube auch eine gelbe Crokustulpe an Eiferſucht— „die den Maͤnnern ſchmeichelndſte Eigenſchaft an einer „Frau, wenn auch eben keine Seltenheit an einer Tuͤr⸗ „kin; denn erſtlich iſt das Weib uͤberall auf Erden ein „Weib, und Zwei ſind überall Zwei, und Drei— „Drei; und doch wiederum nicht! denn wenn ſie Einem „Manne gehoͤren, werden es Dreißig— nicht Weiber, „ſondern Medeen, die, wenn der Mann— in Europa „alſo nur ein Tuͤrke— ein Tirann iſt, wie wir Tuͤr⸗ „ken ſind, dann ſelbſt das brennende Kleid, das ſie der „Andern gern auf den Leib wuͤnſchen— ſtillſchweigend „tragen muͤſſen, und darin ſchweigend zu Aſche werden. „Wenn Ihnen alſo Mirza gefaͤllt—“
— Silvati ſah hin. Sie hatte ſich mit dem Haupt zuruͤckgelehnt, als wenn ſie ſchlummerte, ſie ſahe blaß aus, als wenn ſie ohnmaͤchtig waͤre; und er dachte: wenn Ihr lieber etwas fehlte!— nur Etwas—— Ich!— dann waͤre die Heilung ſicher, denn das Spe- cificum waͤr'— Ich!
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