Teil eines Werkes 
1. Band (1831) Der Unsterblichkeitstrank
Entstehung
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Hand voll Waſſer haͤtte ſie gern ſich aus ihm zur La⸗ bung geſchoͤpft!Nur eine Nacht weile, mein Geiſt, noch in dem Maͤdchen, das gern in ihres Vaters Ar⸗ men ſtuͤrbe! das er noch gern einmal lebendig an ſein lebendiges Herz druͤckte! So flehte ſie. Aber Schlaf uͤberkam ſie, ein anderer Schlaf, als den ſie kannte, nnd Muͤdigkeit, andere Muͤdigkeit die des Lebens. Und in dem Zerfließen ihrer Sinne, in dem Verſchmelzen all ihrer Gedanken in dem Einen groͤßten Gedanken, und nach und nach, und immer langſamer, und immer leiſer, betete ſie noch aus meh⸗ reren frommen Liedern an einander gereihte Verſe:Wer nur mit ſeinem Gott verreiſet, der findet immer Bahn gemacht die Welt hat ſich zur Ruh gemacht, thu, Seel', was dir gebuͤhret: Tritt an die Himmels⸗ thuͤr, und bring ein Lied herfuͤr Gott Lob, auch dieſe Reiſ' iſt gluͤcklich nun vollendet, dir ſag' ich herz⸗ lich Dank Und weil ich noch vor mir hab' eine ſchwere Reiſe ins rechte Vaterland Dieweil der Tod nicht Ordnung haͤlt Herr Gott, du kenneſt meine Tage! Du ſiehſt, daß ich, dein ſchwaches Kind, den Schatz in ſolchen Schaalen trage, die irdiſch und zerbrechlich ſind Komm, druͤcke mir die Augen zu, doch laß mein Herze wachen! Ihr Engel, kommt! deckt meinen Ort mit eurer Fluͤgel-Wacht! Ich ſchlafe ſchon.. doch noch ein Wort Mein Vater. gute Racht!