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druckter Leinwand, und das Bruͤderchen zeigte ihr die neuen ſchoͤnen Sommerhoſen von— grauem Drillig! Die Kinder freuten ſich koniglich, und . ſchmiegten ſich an die Geberin. Betruͤbender noch war ihr die Gegenwart zweier größerer Knaben, welche die Mutter von der Schule genommen;z denn der Eine, ſchon auf der Lehre bei einem Schuhmacher, brachte ſo eben beſcheiden und kleinlaut eintretend, dem Schwe⸗ ſterchen ſeine erſten kleinen Kinderſchuhe. Da war Freude— daß Hilda's Herz zitterte!„Der Andre will ein Buchhaͤndler werden,“ erzählte die Mutter.„Als die Knaben angekommen— es war eines Sonntags— und noch nichts von des Vaters Tode und meiner Lage wußten, ließ ich die armen Schelme von ihrem Vormund, dem redlichen Tiſchlermeiſter Krie g, in die Firche, in die Predigt der Waiſenkinder fuͤhren! Ich ſah heimlich zu! Auf dieſe Vorbereitung erſuhren ſie erſt, daß ſie Waiſen, ſelbſt arme Waiſen waren, und ſie nun tröſteten— mich, und verſprachen zu lernen und zu arbeiten, was Gott nur wolle. Der Aelteſte brachte mir geſtern erſt einen frommen Vers, den er ſelber
nach dem Feierabend geſetzt und gedruckt. Ich mußte
weinen vor Freuden! So geht es. Einige gute Freunde
meines Mannes troͤſten mich noch mit einer Pfennig⸗
ſteuer, wozu Jeber, der deutſch ſpricht, auf Befehl der
Landesvater gezahlt, einen Pfennig geben ſolle; das
mache bei mur zwanzig Millionen deutſchen Gebern — oder wahren Feuerdienern, wie ſie ſagen—= an ſie⸗


