ſagte ſie ihm dagegen, daß ſie mit der Großmutter auf drei Tage auf's Land gehen werde⸗ Prinzeſſin
habe die Gnade gehabt, ſie als ihr Geſellſchaftsfraͤulein
bei ſich behalten zu wollen, was ſie demuͤthigſt aus⸗ geſchlagen; ja ſogar: daß ſie der Sohn der Baroneſſe aus dem altadeligen Geſchlechte derer von Obenaus— (das mit ihm ausſterbe, weil er aus gehabtem Ungluͤck beſchloſſen nimmer zu heirathen) zur Tochter annehmen wollen. Sie ſagte auch noch: daß ſie der Mutter klei⸗ nes grauleinwandnes Kinderhäubchen, ihr gro⸗ bes Hemdchen, und das harte Bettchen geſehn! Mehr bedurfe es nicht. Zuletzt that ſie einen ſon⸗ derbaren Blick in der Fitndin Augen— und ſie war geſchieden. Ein Wagen brachte ſie und den kleinen Cornelius ſchnell in die Stadt, wo nun Freigang ſchliefz ganz erſchoͤpft von der Reiſe, in Furcht, jeden Augen⸗ blick ein vholt zu werden, und von betäubenden Ge⸗ wittern verfolgt. Von hier aus ſchickte ſie der Baro⸗ neſſe— ihrer Mutter Abſchiedsbrief zuruͤck, und ſchrieb an den Vater voraus.
Sie beſuchte, ſo muͤde und matt, des reblichen Freigangs Witwe, weil ſie es ihr verſprochen. Mild, doch eigen laͤchelnd von der armen Frau empfangen, mußte ſie an ihrem Abendbrod Theil nehmen, das we⸗ nig mehr war als Brod des Abends. Die kleine Toch⸗ ter zeigte Hilda den von ihr empfangenen und mit ih⸗ rem Bruͤderchen getheilten Ducaten— ein koſtbares Kleidchen, ein bloßes Sonntagskleidchen— von ge⸗


