Teil eines Werkes 
1. Band (1831) Der Unsterblichkeitstrank
Entstehung
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Sie mußte jetzt Hilda den Willen laſſen, da ſie bedeutend krank war. Aber auch nach mehreren Ta⸗ gen, als ſie in der Beſſerung ſchien, erfuhr die Großmutter dieſelbe Ablehnung, nur mit den ſchonend⸗ ſten, guͤtigſten Worten. So beredete dieſe denn mit dem Freunde: baß Hilda indeß ſchon zu ihrem Troſt, nur tauſend Ducaten annehmen ſollte, die ihr aber der alte Schreckhorn als ein Darlehn, was ſchon mit ihrer Mutter verabredet ſei, ſelbſt einhändigen mußte, und das ſie von ihm mit ſchwerem Herzen nahm, mit ſo ſchwerem, als ſie Freigangs Witwe die Schuld⸗ Verſchreibung ausgehaͤndigt. Aber der Vater war ja dadurch den Vater Veit und den Bruder Bock los. Auch den Beutel, den noch Schreckhorn ſeiner nach⸗ gereiſeten Schoͤnen gegeben, durfte er ihr erſetzen, und er that es reichlich. Das ſchien ſie heimlich froh zu machen.

Sie füͤhlte ſich. Darum ſehnte ſie ſich zu dem Vater nach Hauſe. Sie zwang ſich auszugehn. Sie gab zuletzt vor: daß ſie mit dem alten Vater Schreck⸗ born und ſeinen Tochtern einen Ausflug in die reizende Gegend auf einige Tage machen werde. Sie ging am Vorabend des angegebenen Tages auch wirklich zu ihnen mit dem kleinen geerbten Cornelius, aber in der That nur, um von den guten Menſchen, von ih⸗ rer und der Mutter Freundin, im Geiſte Abſchied zu nehmen wie Schreckhorn einſt von ihnen hatte ſcheiden wollen. Und ſeine Hand zuletzt in der ihren,