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ſie die Tochter der Freundin nun— und alſo ſogar am ruͤhrendſten— in die huͤlfreichſten Hände gebracht. Aber Hilda antwortete auf die Nachfrage der Baroneſſe nach derſelben:„meine Mutter iſt todt!“
So ward ſie ins Schlafzimmer der Baroneſſe ge⸗ tragen.
Bericht an den himmliſchen Vater.
Am Morgen beſuchte der Student Schreckhorn ſeine theure heldenmuͤthige Warnprinzeſſin. Der Ba⸗ roneſſe gab er heimlich die Nachricht, daß Frau Warn⸗ koͤnig, wie ſie ihm vertraut, erſchreckt uͤber eine Ent⸗. deckung, ſchleunig zu ihrem redlichen Manne nach Hauſe gereiſet ſei;— um die arme gute reuige Mut⸗ ter und Großmutter auf den Verluſt der Tochter vor⸗ zuhereiten. Den Brieſ von derſelben ſteckte er heimlich Hilda zu. Als er am zweiten Morgen mit ſeinem Vater, dem Maͤdchenmuͤller, wiederkam, ſah er an. Hilda's Verſtoͤrung und Ungeduld, daß die Großmut⸗ ter ſich der Enkelin entdeckt. Aber waͤhrend die Ba⸗ roneſſe mit dem Vater ſprach, rang Hilda die Haͤnde verborgen gegen die Freundin, und bat heimlich den Himmel, ſie nur dießmal wieder geſund zu machen, um bald das unſelige Haus zu verlaſſen;„denn es iſt ſchrecklich, Suͤnde zu thun,“ ſagte ſie; erbaͤrmlich: Suͤnde gethan zu haben— aber eine Suͤnde zu ſein, wie die Mutter— das iſt abſcheulich; und ich bin ihr Kind. Mein Vater iſt ein ehrlicher Mann und


