Teil eines Werkes 
1. Band (1831) Der Unsterblichkeitstrank
Entstehung
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Froͤulein Schreckhorn ließ ſich alſo bei der Ba⸗ roneſſe als Frau Warnkoͤnig melden. Der erſte Be⸗ diente brachte ihr die Antwort:angenommen. Gleich darauf die Kammerfrau die haſtige Entſchuldigung: Frau Baroneſſe ſei krank! Ein anderer Bedien⸗ ter fuͤhrte ſie in das vorige Zimmer der Erinnerung. Da ſtand ſie nun verſchleiert.

Den Brief vom Vater hatte die Baroneſſe erhal⸗ ten ſie hatte ſeine Unterſchrift geſehen. Hilda's FamiliennamenWarnkoͤnig hatte die Baroneſſe nicht erfahren, wenn ſie auch von der Gegenwart ih⸗ rer Mutter gehoͤrt; und daß nun auf einmal die ver⸗ ſtoßene Tochter da ſei, daß ſetzte ſie in die groͤßte Beſtuͤrzung. Denn mit dem Herrn und ihrem Sohne hatte ſie ſeit Mittag noch nicht geſprochen. Auch daß die Vormittag erſchienene Hilda die Tochter der Tochter, ihre Enkelin geweſen wie waͤre ihr das eingefallen? und auch jetzt ergab es ſich nicht aus der neuen Er⸗ ſcheinung. Ein Bedienter brachte Licht und zuͤndete die Rubinlampe an.Frau Warnkoͤnigin ſtand ver⸗ ſchleiert, und wahrhaftig mit Herzklopfen, aber feſt in der Rolle,

Endlich erſchien die Baroneſſe, haſtig bis in die Thuͤr, nun langſam. Mit leiſer Stimme frug ſie nach dem Namen er Fremden; und ungewiß, ob auch ſie durch Schreckhorn etwas und was ſie wiſſe, oder geglauht habe, da ihr doch weiter nichts