Teil eines Werkes 
1. Band (1831) Der Unsterblichkeitstrank
Entstehung
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wie ſeine Hilda mit dem Pferdchen dahin ritt, oder vielmehr das ſtoͤrriſche Pferdchen mit ihr.

Hilda aber hob die Gabe in beiden Haͤnden em⸗ por, und ſprach, zum Himmel blickend, nur leiſe die Worte:o Vaterland! O alle ihre Geiſter, die ihr herabgeſtiegen, und Euch durch Gaͤnſefedern offen⸗ bart... Sie wußte nichts weiter. Die Gedan⸗ ken waren ihr vergangen. Die Arme ſanken ihr ſchwer. Der Beutel entfiel ihr, und hinter die Fuͤße des Herrn, der jetzt, die Noth ſeines Kindes mit der kleinen wilden Beſtie im Auge, ſprach:dem trotzigen Dinge ſoll ein wenig der Kopf zurecht geſetzt werden!

Herr von Obenaus verneigte ſich, hob den Beu⸗ tel auf, und die Worte in ſeinem Sinn, nicht ohne Schein des Rechtes, auf Hilda beziehend, ſprach er!zu Befehl! und gegen Dieſe gewandt nun ſagte er ernſt und bedauernd:Sie haben ge⸗ hört! Sie haben ſich höchlich vergangen! Arreſt wird Ihnen gut thun, und ich will bitten, daß Sie bald entlaſſen werden! Indeß iſt Niemand hier, der ſie fort fuͤhre, und während ich das beſorge, bleiben Sie hier! Nicht wahr, Sie verlaſſen dieſen Ort nicht eher? Sie ſcheinen ſonſt ein ehrliches Maͤdchen! So ging er dem Herrn nach.

Hilda blieb lange geduldig ſtehen. Es war Mit⸗ tag geworden; die Pferde wurden gefuttert, und waͤh⸗ rend dazu getrommelt wurde, ſang ſie leiſe die Verſe des redlichen Flemming: