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Ehrlichkeit ſoll nicht nur bis an die Grenze gehen,
jedes Land ſoll nicht eine eigene Ehrlichkeit haben. Denn Steckbriefe gehen uͤber die Grenzen und arretiren mit ftemden Händen! Was irgendwo ſonnenklares unrecht iſt, kann— ach Gott, nein— ja, es kann, es konnte, es kann— doch es ſollte nirgend ſon⸗ nenklares Recht ſein, Privilegium! Darum ſagt Herr Freigang, Nachdruck iſt nur in uncultivirten Ländern.“
„Was mir jetzt Ihnen zu Gute zu thun bleibt, iſt—: Ich gebe Ihrem Vater ein Privilegium auch“ — ſprach der Herr.
Hilda erſchrak und trat zuruck.
Ich meine!„Eines dagegen!“—
—„Aus Gnaden! und fur die Taxe! Es iſt keine Staatseinnahme zum Gluͤck, doch ein Zuſchuß „ins Gemein“ fuͤr Ausgaben„ins Gemein“;“ erklaͤrte von Obenaus.
Die innere Empoͤrung gegen ein vermeintes Nach⸗ druckerprivilegium aber, das ihr Vater erhalten ſollte, uͤbte ihren Einfluß auf Hilda's Worte noch fort: „Gnade, Herr von Obenaus, iſt das Wort, was kein Menſch mehr von Menſchen mag— gnädigſter Herr! Gerechtigkeit iſt viel weniger, aber die will man nicht gern geben, weil man aus reiner Liebe es ſoll. Es iſt beſſer, daß Zehen warten, ja hundert und Tauſend untergehen— als etwa mein Vater und„ Ich“—(ſetzte ſie mit uber ſich ſelbſt und ihre Lage


