nigſtens an unſerem Hofe iſt es ſeit langem unbedenk⸗ lich, daß das holde Kind allein geht.“
und eben im Scheiden, hhielt ſie Schreckhorn, faſt wie im Scherz, bloß die Unterſchrift eines uͤbri⸗ gens innebehaltenen Briefes vor, und frug nur wie zufällig:„Kennen Sie die Hand vielleicht?“
„Meines Vaters! den ich heute hier erwarte;“ entgenete Schreckhorn mit dem wunderlichſten Lächeln, als erſtaune Er. Doch ſie verneigte ſich und ſie gingen.
Aber er erſtaunte ſogleich voll wunderlichen Ent⸗ zuckens, als ſie uͤber die Straße gingen, und der Vater, der Maͤdchenmuͤller, ſeine neun Toͤchter fahrend, ſo eben ankam. Er druͤckte Hilda die Hand, ſprang auf den Sitz vorn, und ſetzte ſich zu ihm.— So ging ſie allein.
Ohne Weiteres fand ſie den ihr gerathenen Au⸗ dienzſtall mit dem Springbrunnen davor. Um dieſen ſtand ein Herr mit bedecktem Kopfe— drei An⸗ dere mit unbedecktem und Platten, denen es Noth gethan, nach der neuen Endeckung— Haare auf den Scheitel zu pflanzen; denn die Sonne brannte ſehr, und die Herren, unter denen ſie den alten Mauskopf erkannte, ſchienen zu ſchwitzen, und ſie bildeten wahrſcheinlich die Deputation ihrer Gilde. Sie frug einen Bereiter, ob Jener„der Herr“ ſei. „Nein!“ ſagte er, das iſt der Herr von Obenaus, der Miniſterrath, der Herr iſt drinn.“


