Teil eines Werkes 
1. Band (1831) Der Unsterblichkeitstrank
Entstehung
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Schreckhorn ließ ſich melden als Student und Reiſegefaͤhrte einer jungen Dame, die eine Bitte an Serenissimum ac Clementissimum habe.

Angenommen. Ins Zimmer der Erin⸗ nerung.

Liebliches Halbdunkel darin. Labende Friſche. Duft der Blumen. Sie waren allein in demſelben. Nach und nach ſahen ſie deutlicher, auf prachtvollen Tiſchen koſtbare Spielſachen oder Spielereien fuͤr vornehme große Kinder. Aber dort um das auf einem beſonderen Tiſche aufgeſtellte Bild eines Mannes gewunden eine Klapperſchlange eine wirkliche! davor ein Crucifix und ein Gebetbuch, aufgeſchlagen bei der Be⸗ trachtung:Vergebung der Suͤnden was heißt das, und kann es ſein? Sie ſprachen leiſe. Sie warteten. Endlich erſchien im neueſten Putz eine ſehr ſchoͤn geweſene, jung geweſene Dame, und be⸗ wegte ſich noch ſehr raſch an ihrer Verneigung voruͤber, ſetzte ſich auf das Sofa, winkte ihnen, ſich vor ihr zu ſetzen, und ſprach erſt, als es endlich geſchehen:Nur keinen Namen, keinen Stand! auch ihren Zweck durften Sie mir nicht erſt ſagen laſſen. Jeder weiß oder glaubt zu wiſſen, was ihn gluͤcklich macht, und ſo helf' ich nur fordern, was er verlangt; zu weiter bin ich nichts mehr.

Daher trug ihr beſcheiden Hilda nur vor, daß ſie den Herrn etwas zu bitten wuͤnſche.